Monatsimpuls Juni 2026

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Liebe Schönstätter Diakonenfamilie, der Juni, ein Monat voller Licht und Leben, lädt uns ein, unsere Berufung in neuer Tiefe zu betrachten. Inmitten der sommerlichen Fülle der Natur dürfen wir die Fülle unseres geistichen und diakonischen Dienstes feiern und erneuern.

Die Schönstättische Spiritualität, geprägt von der tiefen Verbundenheit mit Gott und der lebendigen Gemeinschaft, bietet uns wertvolle Impulse für unseren Dienst. Sie lädt uns ein, Gott als den liebenden Vater zu erfahren, der uns in allen Lebenslagen begleitet und stärkt. In der täglichen Hingabe und im Vertrauen auf Gottes Führung finden wir Kraft und Gelassenheit, um unseren Dienst mit Freude und Ausdauer zu erfüllen. Die Spiritualität der Bündniskultur erinnert uns daran, dass wir in Gemeinschaft mit Gott und unseren Mitmenschen stehen – getragen und zugleich sendend. So können wir Brücken bauen, die Menschen verbinden und Hoffnung schenken.

Die Bibel ist unser Kompass und unsere Quelle der Weisheit. Im Juni lohnt es sich, besonders die Stellen zu betrachten, die von Dienst und Demut sprechen, etwa das Gleichnis vom barmherzigen Samariter oder die Fußwaschung Jesu. Diese Texte erinnern uns daran, dass unser Dienst nicht aus Macht, sondern aus Liebe und Hingabe besteht. Sie fordern uns heraus, die Bedürfnisse der Menschen um uns herum wahrzunehmen und ihnen mit offenem Herzen zu begegnen.

Am 29. Juni feiern wir das Hochfest der Apostel Petrus und Paulus, zwei tragende Säulen der Kirche. Petrus, der Fels, auf dem Jesus seine Gemeinde bauen will, und Paulus, der unermüdliche Missionar, der das Evangelium in die Welt getragen hat. Beide zeigen uns, wie wichtig Standhaftigkeit im Glauben und Mut im Dienst sind – auch wenn Herausforderungen und Widerstände uns begegnen. Ihr Leben ermutigt uns, unseren Dienst mit Überzeugung und Hingabe zu erfüllen, immer getragen von der Kraft des Heiligen Geistes.

Unsere Kirche blickt auf eine reiche Tradition des Diakonats zurück. Im Juni können wir uns an die frühen Diakone erinnern, die mit Mut und Treue den Dienst der Nächstenliebe übernommen haben. Ihre Lebenszeugnisse sind Inspiration und Herausforderung zugleich. Lassen wir uns von ihrem Beispiel ermutigen, auch in schwierigen Zeiten standhaft und liebevoll zu bleiben.

Der Sommer ist eine Zeit, in der Gemeinde lebendig wird – durch Feste, Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten. Nutzen wir diese Zeit, um Brücken zu bauen, besonders zu den Menschen, die sich vielleicht sonst zurückziehen. Unser diakonisches Wirken ist ein sichtbares Zeichen der Kirche in der Welt. Seien wir präsent, hören wir zu, und ermutigen wir einander, sich gegenseitig zu tragen. Die Gemeinde wächst durch gelebte Verbundenheit.

Der folgende Juli bringt für viele Menschen Ferienzeit mit sich – eine willkommene Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen und neue Kraft zu schöpfen. Auch wir sind eingeladen, diese Zeit bewusst zu nutzen, um Körper, Geist und Seele zu stärken. Erholung ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, damit wir unseren Dienst mit frischem Elan und Freude fortsetzen können. Vielleicht ist es auch eine Zeit, um neue Impulse für die Seelsorge zu sammeln oder einfach die Schönheit der Schöpfung zu genießen und darin Gottes Nähe zu erfahren.

Nicht zuletzt ist es wichtig, dass wir auch auf uns selbst achten. Hobbys und Freizeit sind keine Nebensache, sondern Quellen der Erholung und des Ausgleichs. Sie schenken uns Kraft und Freude, die wir in unseren Dienst einbringen können. Genießen wir die Sommerzeit bewusst, sei es bei einem Spaziergang in der Natur, beim Lesen oder in der Gemeinschaft mit Familie und Freunden.

Möge dieser Juni für uns ein Monat der Erneuerung sein – geistlich, persönlich und im Dienst an den Menschen. Unter dem Segen Gottes mögen wir seine Nähe spüren und die Begleitung unserer lieben Dreimal Wunderbaren Mutter in allem, was wir tun.

In geschwisterlicher Verbundenheit, Euer

Ulrich Bork, Pfarrer im Erzbistum Hamburg