Monatsimpuls Mai 2025

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Welch ein turbulenter Monat Mai, in dem schon so viel passiert ist.

Ein neuer Bundeskanzler, eine neue Bundesregierung, ein neu gewählter Papst Leo IX, vor 80 Jahren das Ende des 2. Weltkrieges, Tod von Margot Friedländer mit 103 Jahren, um nur einige wichtige Ereignisse zu nennen.

Der 13. Mai ist und war auch der Gedenktag „Unserer Lieben Frau von Fatima“. Dieser Tag erinnert uns an die Erscheinungen der Gottesmutter Maria im Jahr 1917 vor den drei Hirtenkindern in Portugal und ihre Bitte, den Rosenkranz zu beten, sich zu Gott zu bekehren und auch für die Bekehrung Russlands zu beten. Wie das bei diesen und anderen Geschehnissen, die wir uns nicht erklären können, ist, gibt es viele Spekulationen und wissenschaftliche Versuche, um begreifen zu können, was nicht zu begreifen ist. Erst als über 70.000 Menschen das Sonnenwunder erleben, wird die Erscheinung Mariens bekannt und noch mehr Menschen kommen und strömen nach Fatima.

Im Evangelium nach Johannes (Joh 10, 22-30) finden wir einen der Gründe, warum gläubige Menschen seit jeher Maria, die Mutter Jesu, verehren.

Jesus hat seiner Mutter seinen Lieblingsjünger Johannes anvertraut, damit er sich um sie kümmert, nach seinem eigenen Tod. Seiner Mutter hat er Johannes, und damit alle, die ihm, dem liebenden Jünger in Jesu Nachfolge nacheifern, anvertraut und damit der ganzen zukünftigen Kirche. Dies kann auch für uns ein guter und nachvollziehbarer Grund für die Liebe und Verehrung der Gottesmutter Maria sein.

Durch Maria kommt der mütterliche, der mitleidende, der mitfreuende, der fürsorgende, der trauernde und der betende Dienst zum Vorschein. Dies ist nicht nur eine Haltung und Aufgabe für Frauen, sondern auch für Männer.

Am 29. Mai wird nicht nur das Fest Christi Himmelfahrt, sondern auch Vatertag gefeiert. Der Vatertag kann uns an unsere unterschiedlichen Väter erinnern. Zunächst an unseren eigenen Vater, dem wir viel zu verdanken haben, der bestimmt aber auch seine „Ecken und Kanten“ hatte. An den Schwiegervater, der seinen Kindern ein guter Vater war und einen oder beide Weltkriege erlebt hat. Wir können an unseren eigenen Sohn denken, meist ein junger Papa, der vielleicht sich mit seiner Frau die Elternzeit geteilt hat und so wie viele junge Väter ganz selbstverständlich häusliche Aufgaben übernimmt. Über allem steht jedoch Gott, unser himmlischer Vater, der Himmel und Erde erschaffen hat, wie wir im Glaubensbekenntnis beten.

Diesen Vater-Gott hat uns Jesus nahegebracht, wenn er uns von diesem im Gleichnis vom barmherzigen Vater erzählt (vgl. Lk 15, 11-32). Ein Vater, der nicht verurteilt, der auf uns wartet, der uns in den Arm nimmt, gütig ist und verzeiht, der ein Fest mit uns feiert. So einen Vater wünschen wir uns schließlich alle. Gott, danke, dass du unser Vater bist.

 

Gebet eines Vaters und einer Mutter für ihre Kinder:

Gesegnet seien deine Träume, deine Ideen und dein Mut.

Gesegnet seien deine Wege, seien sie verschlungen, gerade

oder steil, spannend oder leicht.

Gesegnet seien deine Augen, sie sollen Weite spüren und die

Nähe schätzen.

Gesegnet seien deine Hände, mit denen du tun und lassen kannst.

Gesegnet bist du in deiner Einmaligkeit, deiner Besonderheit,

deinem Prüfen und deinem Wagen.

(Autor/Autorin unbekannt)

 

Allen einen sonnigen, frohen und gesegneten Monat Mai.

Ihr/Euer Mitbruder Michael Ickstadt, Diakon mit Zivilberuf, Bistum Mainz